Login / Registrierung
Donnerstag 29 September 2016, SS. Michele, Gabriele e Raffaele
Paolo Groppo - Copyright
follow us! @travelitalia

Teatro Romano

Zur Geschichte. Das Römische Theater entstand gegen Ende des I. Jahrhunderts n.Chr. zu Füssen des Hügels von San Pietro. Der Bau des Theaters nahm mehrere Jahrzehnte in Anspruch, ein Umstand, der bei den grossartigen Ausmassen dieses Bauwerkes eigentlich kaum verblüfft. Was uns heute von diesem Monument erhalten geblieben ist, vermittelt nur einen bescheidenen Einblick in die einstige Pracht. Im Laufe der Jahrhunderte war die Konstruktion den ungünstigsten Wetterbedingungen und Naturkatastrofen ausgesetzt und lag einige Jahrhunderte lang unter ärmlichen Hütten begraben. Erst im Jahre 1830 trat eine entscheidende Wende ein, als der Veroneser Andrea Monga diese Häuser aufkaufte und abreissen liess, um endlich mit den Baumassnahmen zu beginnen, die die Reste des antiken Bauwerkes zutage fördern sollten.
Von dem einstigen Theater blieben nur der Bühnenbereich, die Steinstufen, einige Logenbögen und wesentliche Funde des Szenenbereiches erhalten. Eine umfangreiche Restaurierung wurde Anfang des XX. Jahrhundert durchgeführt. Neben dem Theater steht das Renaissancekloster von S. Gerolamo, in dem das Museo Archeologico seinen Sitz hat.

Architektur und Kunst. Rechst von der Einfassung erheben sich die Überreste des monumentalen Osteingangs, mit einer breiten Treppe, die zu den oberen Rängen führt. In gleicher Höhe dieses Eingangs stand die römische Brücke Ponte Postumio, die allem Anschein nach im XI. Jahrhundert zusammenbrach. In Höhe des westlichen Eingangs, der ebenfalls zu einem grossen Treppenaufgang führt, stand die Brücke Ponte Pietra. Zwischen den beiden Eingängen und den Brücken befand sich das Theater, reich an Statuen und Marmorwerken, mit Loggias, Bogengängen und einer grossen, halbrunden Stufenterrasse versehen, die sich gegen den Hügel erstreckte. Das Theater gab die “vorschriftsmässigen” architektonischen Kriterien dieser Bauwerke wieder: Zuschauerraum bzw. Freitreppe, die den Zuschauern vorbehalten war, halbrunder Orchestergraben zu Füssen der Freitreppe, Bauwerk für den Szenenbereich, oder nur die Szene, die den Schauspielern vorbehalten war. Der Szenenbau besteht aus dem Szenenhintergrund, der Bühne und dem Proszenium. Im Theaterbereich sind architektonische Dekorelemente des ursprünglichen Baus, Inschriften und Steinmonumente aus der Römerzeit bewahrt, die zum Grossteil aus der Stadt und dem umliegenden Territorium stammen.

Quelle: Guide 02

"Teatro Romano": Auf facebook teilen!
Führer: Verona.