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Sonntag 25 September 2016, Sant'Aurelia
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Porta Borsari

Zur Geschichte. Das Tor wurde Mitte des I. Jahrhunderts n. Chr. errichtet und nannte sich zunächst Porta Iovia, wegen dem nahen, Jupiter gewidmeten kleinen Tempel. Im Mittelalter wurde sie Porta San Zeno und später Porta Borsari genannt, wobei die endgültige Bezeichnung wahrscheinlich auf die sogenannten Bursarii zurückzuführen ist, d.h. auf die Zöllner mit ihrem Geldbeutel, die den Zoll für die Ein-und Ausfuhr von Waren im Stadtgebiet verlangten . Von dem ehemaligen Bauwerk besteht nur noch die landwärts gerichtete Aussenfassade mit der Verkleidung aus der Spätepoche des Reiches. Die Front ist etwa zentral zwischen der Linie der republikanischen Mauern aus Ziegelsteinen und den Gallieno-Mauern aus dem Jahre 265 n.Chr. anzuordnen, die aus verschiedenem Restmaterial errichtet wurden.

Architektur und Kunst. Der Torkomplex bestand aus einem rechteckigen Bau, dessen Fronten in Richtung des Forums bzw. landwärts zeigten. Bei den Resten der Forumsfrontlinie, die aus den Sockeln von Pfeilern aus Ziegelsteinen bestanden, die mit Tuffsteinprofilen verstärkt waren , sind die Ausbuchtungen für die Angelpunkte zu erkennen. Zwischen den beiden Fronten lag ein Hof. Von den Verbindungsmauern fehlt jegliche Spur; ebenso ist von dem republikanischen Tor nichts übrig geblieben, das ursprünglich hinter der jetzigen Fassade stehen musste. Seitlich von dem Borsari-Tor mussten sich Wachtürme befinden, die als Verbindungsglied zwischen den beiden Fronten die aufmerksame Kontrolle aller Personen ermöglichten, die aus-und eingingen. Es handelte sich also um eine echte Festung, mit allen Möglichkeiten, die Passanten entsprechend zu “filtern”.
Der Grundriss dieses Komplexes entspricht dem italischen System mit zwei Bögen und zählt zu den ältesten Strukturen dieser Art. Porta Borsari ist also besonders wichtig als Prototyp eines Elements des militärischen Bauwesens, das Rom in Gallien und in den hispanischen Provinzen entwickeln sollte.

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Führer: Verona.