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Dienstag 6 Dezember 2016, San Nicola
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Piazza Brà

Zur Geschichte. Die Brà (aus dem deutschen “breit”) kann sich erst ab Mitte des XVI. Jahrhunderts als Piazza behaupten, als Michele Sammicheli mit der Konstruktion des Palazzo degli Honorii der Arena eine korrekte Perspektive verlieh und in westlicher Richtung die Abgrenzung des künftigen Platzes vornahm.
Ein weiterer Beitrag zur Vervollständigung war die Errichtung des Palazzo della Gran Guardia, der den Platz auf der Südseite begrenzt. Nach der Pflasterung des weiträumigen Bürgersteiges Listòn, die im Jahre 1782 beendet wurde, wurde die Brà anstelle der Piazza dei Signori zum bevorzugten Ziel für einen abendlichen Spaziergang.
Ab Mitte des XII. Jahrhunderts fand hier der Markt für Holz, Heu und Stroh, sowie für Hoftiere statt, weshalb älteste Dokumente den Platz auch oft unter dem Namen foro boario (Forum für Vieh) zitieren. Von dem antiken Brauch der Messe in der Brà hat sich nur die Tradition des Festes von Santa Lucia erhalten, das jedes Jahr vom 11. bis 13. Dezmber stattfindet.

Monumente. Für die Arena und das Museo Lapidario (Lapidarium) wird auf die entsprechenden ausführlichen Beschreibungen verwiesen.

Palazzo Barbieri - Auf der Ostseite des Platzes wurde im XIX. Jahrhundert von dem Architekten Giuseppe Barbieri das neoklassizistische Gemeindegebäude neben der Arena errichtet. Seit dem 12. Oktober 1869 ist es Sitz der Stadtverwaltung. 1945 wurde das Innere durch einen Brand zerstört. Im Zuge der Wiederaufbaus fügte man den hinteren Gebäudeteil und den halbrunden Flügel hinzu. Gran Guardia - Die Baumassnamen begannen im XVII. Jahrhundert nach einem Entwurf von Domenico Curtoni. Man erreicht das imponente Gebäude über breite Steinstufen, die unter einen grossräumigen Vorbau führen, der von zwölf Pfeilern getragen wird, die von Bögen abgeschlossen werden. Das obere Stockwerk ist durch fünf grosse, zentral angeordnete Bogenfenster gekennzeichnet. Die Paläste am Liston - Nach einem Entwurf des Architekten M. Castellazzi entstand der Palazzo Ottolini, im Stil von Sammicheli, an der Strassenecke zwischen der Brà und Via Roma.
Daneben der Palazzo Guglienzi-Brognoligo, der Ende des XV. Jahrhunderts im Stil der ‘Rinascenza’ erbaut wurde. Aus dem frühen XVI. Jahrhundert ist der benachbarte Palazzo Facasso-Gianfilippi, dessen Freskenmalerei an der Fassade Caroto zugeschrieben wird.
Der Palazzo Guastaverza, (oder degli Honorii) trägt die Hausnummer 16 und entstand Mitte des XV. Jahrhunderts nach einem Entwurf von Sammicheli.

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