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Palazzo del Comune (o della Ragione)

Zur Geschichte. Der majestätische Palast nahe der Piazza Erbe , in dem die Gemeinde ihren Sitz hatte, barg auch lange Zeit die Amtsräume des Gerichtes und des Schwurgerichts und ist ein Monument, auf das die Veroneser besonders stolz sind.
Der imponente, fast quadratische Bau hat einen zentralen Innenhof. Er liegt zwischen Piazza Erbe, Piazza dei Signori, Via Dante und Via Cairoli und nimmt somit den südöstlichen Bereich des antiken Römischen Forums ein, dem heutigen Platz ‘Piazza Erbe’. Zwei Gedenktafeln jüngeren Datums an der Aussenmauer des Gebäudes geben für die Errichtung des Palazzo zwei verschiedene, widersprüchliche Daten an (1138 und 1193).
Im Jahre 1218 richtete ein verheerender Brand schwere Schäden an dem Palast an, der jedoch im Jahr darauf wiedererrichtet wurde. Während der Herrschaft der Venetier war der Palazzo nicht nur Sitz der Gemeinde, sondern beherbergte auch das Zivil-und Strafgericht, die Notariatskammer , mit einer eigenen Kapelle,die noch heute nordöstlich des Gebäudes besteht, war Sitz des Zollamtes für Seide, der Steuerbehörde, der öffentlichen Weizenlager, des Salzlagers, der Büros des Gesundheitsamtes und anderer Behörden. 1447 wurde die grosse Aussentreppe, die sogenannte “Scala della Ragione” im Innenhof unter dem Lamberti Turm erbaut.
Sie ist eine der ersten Strukturen, durch die die ursprüngliche architektonische Gestaltung des Palastinnenhofes umgestaltet wurde.

Architektur und Kunst. Es fällt schwer, sich die einstige Struktur dieses dreistöckigen Gebäudes vorzustellen.
Wahrscheinlich waren einst über dem Portico und den unteren Räumen , vielleicht sogar an allen vier Seiten des Baus grosse Treppen angebracht, die öffentlichen Versammlungen dienten. Einzelne Säulen stützen noch heute die Rundbögen mit eingemeisseltem Schlüssel. Ähnliche Säulenstrukturen sind nahe dem Eckturm zu erkennen. Es handelt sich hierbei um eine der wenigen architektonischen Gestaltungen von Wert im Innern des Palastes, was auch für die Kapelle der Notaren gilt. Die zahlreichen Restaurierungsmassnahmen des XIX. Jahrhunderts waren darauf ausgerichtet, dem Bau seine ursprüngliche Gestalt wiederzugeben; insbesondere wollte man die Aussenmauern aus Cotto und Tuffstein einheitlich gestalten.

Quelle: Notiziario BPV numero 1 anno 1988

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Führer: Verona.