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Donnerstag 29 September 2016, SS. Michele, Gabriele e Raffaele
Lazy Katt - CC by-sa
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Giardino Giusti

Zur Geschichte. Der Giardino Giusti ist einer der schönsten italienischen Gärten der späten Renaissance und bildet einen reizvollen Rahmen um den Palazzo Giusti. Er wurde Ende des XVI. Jahrhunderts begonnen und nach und nach vervollständigt und verschönert. In diesem Garten, so schrieb Vallotto, wetteifert die Erhabenheit mit der Natur und ihrer Gestaltung und die prächtige Anlage kann sich aufgrund ihrer eleganten Anordnung, der einfallsreichen Formgebung und der harmonischen Kombination unterschiedlicher Elemente zweifellos neben Florenz, Fiesole und Rom behaupten und verdient zu Recht die Bezeichnung des Gartens “all’italiana”. Der zweite Weltkrieg führte dieser Anlage schwere Schäden zu: soweit die Pflanzen und Bäume nicht entwurzelt oder abgehauen wurden, erlitten sie in jedem Fall schwerwiegende Verwüstungen, und man achtete keineswegs darauf, ob es sich nur um einfache oder sehr wertvolle Gewächse handelte. Heute hat der Garten dank der behutsamen Pflege , die dem gesamten Baumbestand gewidmet wurde, seine ursprüngliche Schönheit wiedererlangt. Die zwischen den hohen Zypressen angeordneten Statuen, die Marmorwerke aus längst vergangenen Zeitepochen, die Brunnen mit ihrem reizvollen Wasserspiel, die von Moschus umrandeten Becken mit ihren herrlichen Seerosen verleihen diesem Garten, der zu Recht zum Nationalmonument erklärt wurde, eine einzigartige Atmosphäre.

Struktur. Im Gegensatz zu den Parkanlagen in anderen Städten, wo sich die Villa meist auf einem Hügel erhebt, wurde dieser Garten vollständig anders angeordnet: die Residenz steht unten, dahinter liegt der Hof, von dem eine prächtige Allee auf zentraler Achse zum “belvedere” führt, das dem Besucher einen herrlichen Ausblick auf die Stadt bietet. Die grosse, von Goethe besonders gelobte Zypressenallee gliedert den Garten in zwei Bereiche auf. Rechts ein Wald, der zu dem Belvedere führt, während der Parkbereich links im Stile eines italienischen Gartens gestaltet ist. Die grosse zentral gelegene Zypressenallee trennt den Gartenbereich vom Wäldchen ab und führt zu einer Terrasse mit einer Grotte. Von hier aus erreicht man auf schmalen Pfaden und kleinen Treppengängen den bereits beschriebenen Aussichtspunkt. Wie alle Parkanlagen der Renaissance ist der Garten mit reizvollen Statuen versehen, wie die am Fischteich, das Standbild von Alessandro Vittoria, von Maffei als besonders schön bezeichnet, und weist verschiedene römische Grabsteine auf.

Quelle: Guide 30

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Führer: Verona.