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Donnerstag 8 Dezember 2016, Immacolata concezione
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Chiesa di Santo Stefano

Zur Geschichte. Der ursprüngliche Bau der Kirche – die Grundrissgestaltung und die seitlichen Mauern – geht wahrscheinlich auf das V. Jahrhundert zurück, als sich die Christengemeinde von Verona der Verehrung des ersten heiligen Märtyrers Stefan widmete, dessen Reliquien im Jahre 415 entdeckt wurden.
Es ist anzunehmen, dass die romanische Kirche von Santo Stefano bis zum VIII. Jahrhundert die Kathedrale von Verona war. Der anschliessende Verfall des Baus machte eine fast vollständige Wiedererrichtung notwendig.
Von dieser Neugestaltung ist abgesehen von den Kapitellen so gut wie nichts erhalten geblieben. Die Kirche wurde zwar vom Erdbeben des Jahres 1117 kaum beschädigt, jedoch mit Ausnahme der Apsis in der ersten Hälfte des XII. Jahrhunderts von Künstlern der Romanik vollkommen renoviert.

Architektur und Kunst. Die Fassade ist aus Cotto und Tuffstein, mit dem gewohnten Bogenprofil, einem hellen, zentralen Kreuzgewölbe, einer schlichten Rosette und einer kleinen Vordach über dem Hauptportal.
Die Rosette und die Seitenfenster wurden im XIX. Jahrhundert verwirklicht. Der achteckige Glockenturm mit unterteilten Zweibogenfenstern ist völlig aus Cotto und weist eine relativ mächtige, gedrungene Form auf. Das Innere der Kirche besteht aus drei Kirchenschiffen, jedoch mit einem einheitlichen Dach, mit Kreuzgewölbe, Krypta und erhöhtem Chor.
Die Galerie rund um die Apsis mit ihren Kapitellsäulen lässt darauf schliessen, dass sich hier ursprünglich seitliche Emporen befanden. Im vorderen Bereich derKirche kann man auf der rechten Seite gleich hinter dem Eingang eine bemerkenswerte Kapelle im Barockstil bewundern, die den Heiligen Unschuldigen gewidmet ist. Die Kuppel ist mit Fresken von Pasquale Ottino verziert. Auch die Altartafel mit der Darstellung des Bethlehemitischen Kindermordes ist von Ottino. Diese zwischen 1618 und 1621 errichtete Kapelle besteht aus einem Parallelepiped, auf dem sich eine zylindrische Struktur erhebt. Das Innere ist reich verziert mit manieristischen Stuckwerken von erlesener Feinheit.
Im hinteren Kirchenteil sind die Freskenmalereien besser erhalten geblieben: links vom Chor findet man eine herrliche Darstellung der Verkündigung und eine Krönung der Jungfrau von Martino da Verona.

Quelle: Notiziario BPV numero 4 anno 1983, Simeoni, Guide 02

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Führer: Verona.