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Freitag 30 September 2016, San Girolamo
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Chiesa di Santa Maria in Organo

Zur Geschichte. Das in der Langobardenepoche errichtete Benediktinerkloster S. Maria in Organo wird als das älteste Kloster von Verona angesehen.
Das Kloster und die Kirche wurden nach dem Erdbeben von 1117 vollkommen renoviert und von Mitte des XV. Jahrhunderts bis Mitte des XVI. Jahrhunderts von den Olivetanern erneut umstrukturiert, die nach der Beendigung der Herrschaft durch die Skaligerfürsten und das Geschlecht der Visconti zur Führung der Abtei bestimmt worden waren. In der zweiten Hälfte des XVl. Jahrhunderts beherbergte die Abtei sechsundzwanzig Mönche.
Kirche und Kloster wurden von berühmten Persönlichkeiten aus dem Ausland besucht, die einstimmig ihre Begeisterung über diese Einrichtung und ihre Kunstschätze zum Ausdruck brachten, bevor die Truppen von Napoleon und nachfolgende Besetzungen hier schwere Verwüstungen verursachten. Der Grossteil der Werke ging unvermeidlich verloren. Die Altartafel von Mantegna wird heute in der Brera Galerie in Mailand aufbewahrt.

Architektur und Kunst. Die unvollendete Fassade weist zwei grundsätzlich verschiedene Teile auf: der obere Bereich aus Cotto und Tuffstein ist ältesten Ursprungs, während der untere Teil, ein Werk von Sammicheli, aus weissem Marmor ist.
Der Kirchturm stammt aus dem XV. Jahrhundert. Das Kircheninnere ist im romanischen Stil mit gotischen Elementen; es besteht aus zwei Stockwerken und ist in drei Kirchenschiffe unterteilt. Das zentrale Kirchenschiff beherbergt zahlreiche Freskenmalereien, die Werke auf der rechten Seite stammen von Caroto, die auf der linken Seite von Giolfino.
Vom Chor aus kann man in die unterirdische Kirche oder Krypta gelangen, ein seltenes und sehr interessantes Beispiel der vorromanischen Architektur , mit Kapitellen der ersten Kirche und einer berühmten Altartafel aus Marmor aus dem Jahre 1300, die Giovanni di Rigino zugesprochen wird.

Chor und Sakristei. Das berühmteste Werk im Innern dieser Kirche sind die Holzintarsien des Chorstuhls und der Sakristei, die Stadtansichten, Allegorien, Stilleben usw. darstellen. Dieses Werk wurde Ende des XV. Jahrhunderts von dem Olivetaner Fra’ Giovanni da Verona geschaffen. Der Komplex löste von Beginn an aufrichtige Begeisterung bei Vasari aus, der die Sakristei als schönste Sakristei Italiens einstufte.

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Führer: Verona.