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Donnerstag 29 September 2016, SS. Michele, Gabriele e Raffaele
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Chiesa di San Zeno Maggiore

Zur Geschichte. San Zeno war der achte Bischof von Verona. Die ihm geweihte Basilika ist eines der Meisterwerke der gesamten romanischen Kunst in Italien. In der Periode zwischen dem IX. und XIII. Jahrhundert war die Abtei das reichste und mächtigste Kloster von Verona. Das Kloster wurde im Jahre 1770 von der Serenissima aufgehoben. Anfang des XIX. Jahrhunderts setzte die Verwüstung der Bauten des ehemaligen Klosters ein, die an Privatleute veräussert wurden. Im Jahr 1831 verfiel der letzte Teil des ehemaligen Abteibaus.

Architektur und Kunst. Die imponente Basilika ist das Ergebnis von drei wesentlichen Konstruktionsmomenten: sie wurde im IX. Jahrhundert errichtet, im Zeitraum von 1120-1138 umgebaut und in den Jahrhunderten XIII.-XIV. erweitert. Seitlich der Basilik erhebt sich der stolze Kirchturm, der ebenso wie der zinnengeschmückte Turm auf das Jahr 1045 zurückgeht: der Glockenturm weist eine Doppelreihe von Dreibogenfenstern mit kleinen Säulen und Bögen auf. Die Fassade ist durch die herrliche Rosette des Meisters Brioloto gekennzeichnet, die auch als Glücksrad bezeichnet wird. Das Holzportal ist mit 48 wertvollen kleinen Bronzetafeln verkleidet, die Szenen aus dem Alten und Neuen Testament, und die Wunder des Heiligen Zeno wiedergeben. Seitlich der Basilika liegt die mächtige römische Grabstätte die, einer nicht exakten Inschrift zufolge, die sterbliche Hülle von König Pipin enthalten soll. Das Innere der Kirche ist in drei von Pilastern und Säulen unterteilte Kirchenschiffe gegliedert, mit Freskenmalereien aus dem XIII. und XIV. Jahrhundert. Die Decke stammt aus dem XIV. Jahrhundert und ist wie der Rumpf eines Schiffes gestaltet. Gleich links am Eingang befindet sich ein monolithischer Pokal aus Porphyr, der aus römischen Thermen stammt. Auf der rechten Seite das grosse monolithische, achteckige Taufbecken, das Brioloto zugesprochen wird. Im oberen Kirchenbereich kann man das Standbild von San Procolo und eine mehrfarbige Marmorstatue von Zeno bewundern, Lachender San Zeno genannt, die aus dem XII. Jahrhundert stammt. Der eigentliche Chorraum beherbergt das Altarbild, das das Triptychon von Mantegna mit der Darstellung der Muttergottes auf dem Thron zwischen Heiligen einrahmt. Die 1938 restaurierte Krypta ist schlicht: in ihrer Mitte erhebt sich nur der monolithische Altar, der die sterblichen Reste des Heiligen aufbewahrt.

Quelle: Notiziario BPV numero 4 anno 1990, Guide 02, Giubileo

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Führer: Verona.