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Mittwoch 28 September 2016, San Venceslao
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Chiesa di San Lorenzo

Zur Geschichte. Die jetzige Kirche entstand zu Beginn des XII. Jahrhunderts auf den Resten eines frühchristlichen Baus, der wahrscheinlich zwischen dem V. und VI. Jahrhundert errichtet und erst nach 793 restauriert wurde. Die neue Kirche im romanischen Stil entstand 1110 unter teilweiser Verwendung des Materials vorhergehender Konstruktionen. Nach dem Erdbeben von 1117 wurden die Aussenmauern und die Apsis aufgestockt. Gegen Ende des Jahrhunderts wurde die Kirche mit der Ergänzung des Querschiffes, der Emporen, und der zylinderförmigen Türme vervollständigt. Die beiden unterschiedlichen Bauphasen (1110 und nach 1117) sind an der Differenz zwischen dem unteren Mauerbereich aus fischgrätförmig angelegten Flusskieselsteinen und Reihen von Tuffstein und Cotto und dem oberen Bereich erkennbar, in dem nur Tuffstein- und Cottoelemente verwendet wurden. Leider wurde die einstige Schönheit und faszinierende Atmosphäre des Baus, die dem harmonischen Gleichgewicht zwischen den einzelnen architektonischen Elementen, den warmen Farbtönen der verschiedenen Materialien und dem ausgewogenen Lichtspiel, das durch die schmalen Fenster ins Innere drang, zu verdanken waren, durch spätere Anbauten und Neugestaltungen verzerrt.

Architektur und Kunst. Die linke Seitenfassade wird von den beiden Türmen begrenzt, über deren Treppengänge man die Emporen erreichte. Das Portal aus rotem Marmor mit Skulpturdekoren wird von einer Vorhalle mit eleganten Renaissancebögen überdacht. Die Aussenverkleidung ist durch Tuffstein und Ziegelreihen in abwechselnder Anordnung gekennzeichnet. Der Grundriss in lateinischer Benediktinierkreuzanordnung mit fünf Apsiden wird durch das Querschiff in zwei Bereiche gegliedert, das Innere der Kirche besteht aus drei Kirchenschiffen, die von ebenso vielen Absiden und einem zweifachen Querschiff vervollständigt werden und endet mit einer kleinen Apsis von derselben Gestaltung. Von seltener Pracht sind die noch vollständig erhaltenen Emporen, die sich an drei Seiten im oberen Bereich der Nebenschiffe und gegenüber der Fassade erstrecken und sich in gleicher Ausdehnung über den beiden Seitenschiffen wie eine Loggia erheben.

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Führer: Verona.