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Mittwoch 7 Dezember 2016, Sant'Ambrogio
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Chiesa di San Giorgio in Braida

Zur Geschichte. Etwa um das Jahr 1046 wurde an dem Ufer der Etsch ein Benediktinerkloster errichtet, das in den ersten Jahrzehnten des XIX. Jahrhunderts fast vollkommen zerstört wurde. Neben dem Kloster wurde sofort eine romanische Kirche erbaut, von der nichts erhalten geblieben ist. Einziges Zeugnis dieser Kirche ist der Glockenturm, dessen Ursprung auf das XII. Jahrhundert angesetzt wird.
Im Jahre 1442 wurde das Kloster den Kanonikern von S. Giorgio in Alga von Venedig überlassen, die die Kirche wiedererrichteten. Sowohl die Fassade der Kirche wie das 1791 erbaute Pfarrhaus zeigen Spuren von Gewehrschüssen der Franzosen vom 18. Oktober 1805, als diese von Castelvecchio kommend das österreichische Verona angriffen: ein Gedenkstein erinnert an dieses Ereignis.

Architektur und Kunst. Die weisse Marmorfassade stammt aus dem XVII. Jahrhundert und weist zwei Reihen von Wandpfeilern mit ionischen Stilelementen im unteren und korinthischen Elementen im oberen Bereich auf: in den beiden Seitennischen befinden sich die Statuen der Heiligen S. Giorgio und S. Lorenzo Giustiniani.
Der Rest der Kirche ist aus Cotto. Der Kirchturm wurde von Brugnoli gebaut: es wird behauptet, dass sein Entwurf auf Sanmicheli oder sogar auf Palladio zurückgeht. Die Kuppel besticht durch ihre schlichte Ausführung, doch verdient unsere Aufmerksamkeit auch wegen der Kunstfertigkeit, mit der sie errichtet wurde: Sanmicheli war damals gezwungen, sie auf einem bereits bestehenden Bau zu errichten. Seitlich der Kirche am Etschufer verleiht das aus den Resten des älteren Baus wiederrichtete Kloster dem Ambiente einen ganz besonderen Reiz. Das Innere der Kirche wurde zwischen 1536 und 1543 realisiert: es besteht aus einem einzigen Kirchschiff und beeindruckt durch die gleichzeitig einfache und doch majestätische Ausführung. Sehenswert sind auch die Kunstschätze, die hier geborgen werden.
Über dem Hauptportal kann man ein erstes Meisterwerk der Malerei bewundern, ein Gemälde von Tintoretto mit der Darstellung der Taufe Christi. Rechts und links befinden sich je vier Kapellen. Unter der Kuppel steht die Kantorei mit ihrem Marmoraltar, der an den Seiten eine Kopie des Wunders von San Barnaba, des Meisters Veronese zeigt. Im Presbyterium erwarten den Besucher zwei weitere grosse Gemälde: eines von Farinati, mit der Darstellung Moltiplicazione dei pani, und das andere von F. Brusasorzi, La manna nel deserto; weiter hinten ein weiteres Meisterwerk von Veronese, Die Leidensgeschichte des Heiligen Georg.

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Führer: Verona.