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Donnerstag 8 Dezember 2016, Immacolata concezione
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Castelvecchio

Zur Geschichte. Nach der von seinem Halbbruder Fregnano angeführten Revolte fühlte sich Cangrande II. im Innern der Stadt nicht mehr sicher und liess daher oberhalb der Stadtummauerung eine Festung und eine Brücke über die Etsch errichten.
Die neue Residenz sollte gleichzeitig Palast und Festung sein und eine eventuelle Flucht garantieren. Die Guglielmo Bevilacqua anvertraute Konstruktion wurde um das Jahr 1354 in Angriff genommen.
Cangrande II lebte nur kurze Zeit in diesem Palast: am 14. Dezember 1359 wurde er hinterhältig von Meuchelmördern umgebracht, die sein Bruder Cansignorio bezahlt hatte, der daraufhin die Herrschaft über Verona übernahm.
Mit dem Fall der Skaliger wurde das Schloss von einer Residenz in Stadtfestung umgewandelt, was sowohl für die Epoche der Viscontiherrschaft wie für die vier Jahrhunderte der Beherrschung durch die Serenissima galt.
Die Bestimmung zum Kunstmuseum erfolgte in den Jahren 1920-1930.

Architektur und Kunst. Die Festung erscheint wie eine einheitliche Struktur, ist jedoch ein aus drei verschiedenen Ummauerungen gebildeter Komplex. Im grossen Innenhof, der heute zum Museum führt, befand sich die Garnison; dieser weiträumige Bereich diente als Exerzierplatz für die Soldaten und war auf drei Seiten von mit Türmen versehenen Mauern umgeben. Der erste Turm wurde ‘Uhrturm’ genannt, in seiner unmittelbaren Nähe war noch die Kirche di San Martino in Aquaro erhalten.
Der zweite Turm gehörte zur Zugbrücke und der Schlupfpforte , der dritte Turm war ein Eckturm und der vierte grenzte die Mauer vom Fluss ab. Die sogenannte “reggia”, die Residenz der Skaligerherren, erstreckte sich über zwei Stockwerke des Gebäudes.

Die Brücke. Die Brücke steht in einem Trakt der Etsch, wo sich das Flussbett auf ca. 120 m Breite ausdehnt und aufgrund des natürlichen Gefälles keinerlei Materialien deponiert oder Aushöhlungen verursacht.
Die Brücke ist ein Meisterwerk der Ingenieurtechnik, eines der besten Beispiele, die man für das XIV. Jahrhundert zitieren kann. Sie hat drei Bögen und ist insgesamt 119,90 m lang. Die Träger der Brückenpfeiler und die Bogenrücken sind aus lokalen Natursteinen; die gesamte übrige Struktur ist aus Ziegeln.
Die Brücke wurde von den deutschen Truppen auf deren Rückzug vermint und am Abend des 24. Aprils 1945, ebenso wie die Brücke ‘Ponte Pietra’ gesprengt. Im Jahre 1951 wurde die Brücke wieder eingeweiht, nach einer äusserst behutsamen und beispielhaften Rekonstruktion, die mit der Originalausführung absolut übereinstimmt.

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Führer: Verona.