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Montag 5 Dezember 2016, San Saba
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Casa di Giulietta

Zur Geschichte. “Casa Capuleti” war lange Zeit im Besitz der Familie Dal Cappello. Die Annäherung der Namen Cappello-Capuleti hat zu der Vermutung geführt, dass es sich bei diesem Bau um das Familienhaus von Julia, der unglücklich Verliebten der bekannten Tragödie Shakespeares gehandelt habe. In Wirklichkeit stammt das Gebäude aus dem XII. Jahrhundert. 1905 erwarb die Gemeinde von Verona das Haus.
Das Haus hat seinen heutigen Aspekt erst seit etwa siebzig Jahren : die Umwandlung aus einem anonymen ehemaligen Stallgebäude in den Wohnsitz der schwärmerischen Julia ist Antonio Avena, dem damaligen Leiter der städtischen Museen zu verdanken.
Die ursprüngliche Gestaltung und Innenaustattung des Baus vor der Restaurierung bleiben vom Geheimnis umhüllt.
Wir können uns heute nur damit begnügen, die vollendete Tatsache der Umgestaltung im Zeichen eines faszinierenden “mittelalterlichen Bühnenbildes” zu akzeptieren.

Architektur und Kunst. In der umfassenden Restaurierung wurde die Struktur der ursprünglichen Raumaufteilung weitgehend berücksichtigt: jüngste Studien über das Haus im Mittelalter verweisen auf ein Ambiente, das der Struktur von Casa Capuleti sehr nahe kommt.
Es lassen sich noch Elemente erkennen wie die Brüstung, die von aussen die einzelnen Körper des Hauses miteinander verbindet, und der Hauptsaal im ersten Stock, der sich gut dem Image eines “Mehrzweckraumes” anpasst: traditionsgemäss war der bedeutendste Raum des Hauses das sogenannte Herrenzimmer, das bei Bedarf in einen Festsaal verwandelt werden konnte; man vertraute der praktischen Fertigkeit der Dienerschaft die Aufgabe an, Möbel, Teppiche und Gobeline zweckmässig so anzuordnen, dass der Raum in wenigen Minuten einen festlichen Rahmen erhielt.
Signifikant sind in diesem Zusammenhang die Malereidekore, die zwar Motive wiedergeben, welche für die Entstehungsepoche des Hauses mehr oder weniger typisch sind, jedoch vollständig neu gestaltet wurden.
Ein einziges Zeugnis einer ursprünglichen Malerei ist noch in dem Hauptsaal zu erkennen: an einer Stelle ist noch die schwache Spur einer sogenannten “finto vaio” - Bordüre sichtbar, d.h. der Darstellung einer Girlande aus Hermelinfellen, mit denen die Reichen die Festräume ihrer Residenzen schmückten. Im Hof steht die Bronzestatue von Julia, ein Werk des Bildhauers Nereo Costantini.

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Führer: Verona.