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Mittwoch 7 Dezember 2016, Sant'Ambrogio
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Arco dei Gavi

Zur Geschichte. Der Bogen entstand etwa Mitte des I. Jahrhunderts n. Chr. zu Ehren einiger Mitglieder der Gens Gavia, einer berühmten Familie, die veronesischen Ursprungs sein könnte. Der Standort wurde mit grösster Sorgfalt ausgesucht, an einer sehr belebten Strasse, der Postumia, am Rande einer Zone, auf der sich die Stadt weiter ausdehnen konnte: der präzise Punkt, an dem er errichtet wurde, ist hier mit einem Rechteck aus grauem Marmor gekennzeichnet, das auf dem Strassenbelag gut sichtbar ist.
Im Mittelalter war der Bogen zum Stadttor geworden und befand sich zwischen dem Skaligermauerring und dem Uhrturm von Castelvecchio.
Das gesamte Fundament lag unter dem Niveau der Strasse, mit Ausnahme einer Ecke, die im Graben der Festung erkennbar ist. In der Renaissance war der Bogen eines der meistbewunderten und erforschten römischen Monumente von Verona.
1805 ordnete der französische Pionierkorps die Zerstörung dieses Monuments an, um den Militärtrossen den Durchzug durch dieses Gebiet zu erleichtern. Die Bausteine des Bogens blieben jahrzehntelang erst in Piazza Cittadella und später in den Bogengägen der Arena gestapelt.
1932 wurde der Bogen schliesslich mit seinen ursprünglichen Bausteinen neben Castelvecchio gegenüber der Etsch wiederaufgebaut, unweit von seinem ursprünglichen Standort.

Architektur und Kunst. Die Konstruktion ist vollständig aus weissem Naturstein, der wahrscheinlich aus der Valpolicella stammt.
Trotz all des Missgeschicks , das ihm widerfahren ist, bleibt der Bogen eines der seltenen Beispiele einer äusserst signifikanten Typologie der römischen Architektur , die in unserem Territorium erhalten geblieben ist. Auch wenn dieses Bauwerk oft in der archäologischen Literatur zitiert wurde und häufig Gegenstand besonderer Forschungsinitiativen war, haben seine architektonische Gestaltung und die zeitliche Zuordnung weiterhin lebhafte Diskussionen zwischen den Forschern ausgelöst.

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Führer: Verona.